Öl ist nicht gleich Öl

Öl ist nicht gleich Öl: Es gibt verschiedene Gütegrade von Öl, verschiedene Fördermethoden und verschiedene Verwendungen von Öl. Der Ölmarkt ist deswegen sehr komplex. Diese Komplexität wird in den Zeitungen so gut wie nie besprochen und scheint viele Kommentatoren zu überfordern. Fehleinschätzungen sind daher oft die Folge. Jörg Schindler und Werner Zittel von der ASPO haben deswegen eine kurze Einführung in die Problematik geschrieben.

Zum Artikel von (Juli 2017) »

Jahrestagung am 23.10.2017 in Potsdam

Die diesjährige Jahrestagung der ASPO findet am 23. Oktober 2017 im IASS (Institute for Advanced Sustainability Studies) in Potsdam statt. Das Thema ist diesmal "Fossile Energieträger, Dekarbonisierung und Geopolitik – Sicherheit, Versorgung, Governance". Die Tagung wird in Zusammenarbeit mit dem IASS und dem VDW (Vereinigung deutscher Wissenschaftler) organisiert. Die Einladung mitsamt dem Programm sind unten verlinkt. 



Zum Programm der Jahrestagung 2017 »

Johann Mayr - Selbstfahrende Autos

Das elektrische Auto ist im Kommen, am Besten auch gleich noch selbstfahrend. Auch unser Cartoonist hat den unschätzbaren Wert dieser Fahrzeuge entdeckt.


Cartoon mit freundlicher Genehmigung von Johann Mayr veröffentlicht.

HSBC Bericht: Die globale Ölversorgung

Die HSBC Bank hat im September 2016 einen Bericht über die Ölversorgung veröffentlicht. Dieser beginnt mit folgender Liste von Ergebnissen: 

10 Dinge, die Sie wissen sollten

1. Der Ölmarkt mag im Augenblick überversorgt sein, aber wir sehen eine Rückkehr zum Gleichgewicht gegen Ende 2017.

2. Zu dem Zeitpunkt wird die Kapazitätsreserve auf gerade 1% des globalen Angebots/Verbrauchs von 96mbd schrumpfen und damit den Markt viel anfälliger für Störungen machen, als es in den letzten Jahren der Fall war.

3. Die Ölnachfrage wächst im Augenblick immer noch jedes Jahr um etwa 1mbd und keines der Szenarios, die wir kürzlich untersucht haben, sieht vor 2040 einen Peak für die Nachfrage.

4. 81% der Weltproduktion von Öl ("all liquids") kontrahieren geenwärtig (ausgenommen zukünftige Rückentwicklungen).

5. Nach unserer Ansicht beträgt die durchschnittliche jährliche Abnahme für die post-Peak Produktion 5-7%, das sind jedes Jahr 3-4,5mbd verlorener Produktion.

6. Dies bedeutet, dass die Welt bis 2040 ungefähr 4 Mal die gegenwärtige Ölproduktion von Saudi Arabien (dh > 40mbd) hinzufügen muss, um die Produktion auf dem Niveau zu halten.

7. Die post-Peak Abnahme kleiner Ölfelder ist doppelt so groß wie die großer Ölfelder, und der globale Angebotsmix beruht immer mehr auf kleinen Ölfeldern: die durchschnittliche Größe von neuen Feldern ist von 500-1000 Millionen Fass vor 40 Jahren auf nur mehr 75 Millionen Fass in dieser Dekade gesunken.

8. Neue Entdeckungen sind begrenzt: die Erfolgsquote ist auf einen Rekordniedrigstand von 5% gesunken, und die durchschnittliche Größe betrug 24 Millionen Fass.

9. US Tight Oil war eine Wachstumszone, und wir sehen eine starke Erholung, aber die gegenwärtigen 4,6mbd machen nur 5% der weltweiten Versorgung aus.

10. Sprunghafte Verbesserungen bei der Produktion und der Bohrung als Antwort auf die Kontraktion haben geholfen, die Abnahme der unterliegenden Produktion bei vielen Firmen zu verdecken, aber in Zukunft wird dies für sie nur noch begrenzt möglich sein.




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Johann Mayr - Postölzeit

Dies ist der vierzehnte Cartoon des Künstlers Johann Mayr rund um das Thema Erdöl, den wir unseren Lesern exklusiv auf ASPO-Deutschland vorstellen möchten. 




Zur Analyse des World Energy Outlook durch die ASPO »

Cartoon auf ASPO-Deutschland mit freundlicher Genehmigung von Johann Mayr veröffentlicht.

EROI der Gasproduktion in Westkanada

Die Abschätzungen des EROI von Öl und Gas sind enorm wichtig vor dem Hintergrund der Zukunftsszenarien in Bezug auf Energie. Denn was wirklich zählt, sind nicht die Fördermengen sondern die resultierende Nettoenergie. Alice Friedeman hat jetzt auf der Seite "Peak Energy & Resources" einen Aufsatz von J. Freise ("The EROI of Conventional Canadian Natural Gas Production", Sustainability 3(2011), 2080-2104) reproduziert. Dieser liefert einen recht genauen Einblick in die Abnahme des EROI und die Konsequenzen für die Energieerzeugung.

Zum Artikel auf Energyskeptic (2017) »



JD // CC BY 2.0

World Energy Outlook 2016

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat am 30. November den WEO 2016 in Berlin der deutschen Öffentlichkeit vorgestellt.
 

Wie in den letzten Jahren üblich, wurden dabei viele Entwicklungen auf den Energiemärkten ausführlich dargestellt (z. B.: der Anteil des Nahen Ostens an der globalen Ölförderung hat den höchsten Stand in 40 Jahren erreicht; 30-%-iger Anstieg bei Liquefied Natural Gas; Zuwachs Erneuerbarer Energien war 2015 höher als bei Kohle, Gas, Oil und Kernenergie; Periode größerer Volatilität der Ölmärkte …). Nicht erwähnt wurde der zukünftige Rückgang der globalen Ölförderung von existierenden Ölfeldern und dessen erforderliche Kompensation durch virtuelle und dem Prinzip Hoffnung zuzurechnende Ölfelder (von letzteren ist noch nicht sicher, ob sie überhaupt gefunden werden und wenn ja, wieviel Öl sie liefern können). Die entsprechenden Daten finden sich leider nicht in den kostenlosen Veröffentlichungen der IEA, sondern nur im kostenpflichtigen  (150 US$) Komplett-Bericht des WEO 2016 und dort nicht in leicht verstehbaren Grafiken, sondern auf mehrere Tabellen verteilt.

Die ASPO-Deutschland hat eine grafische Analyse der Daten vorgenommen, die hier heruntergeladen werden kann.

Zur Analyse des WEO 2016 »



ASPO // CC BY 2.0